Feuervogel´s Reisen 

...nur zahme Vögel singen von Freiheit, wilde Vögel fliegen

Unser Jahresurlaub führt uns dieses Jahr wieder....

*und auf der zweiten Seite findet ihr mehrere hundert, unsortierte Bilder in einer Galerie zum duchklicken*

... in Richtung Skandinavien, genauer gesagt wollen wir in Schweden die Wildernessroad, eine der wohl wildesten und schönsten Routen Schwedens bereisen. Rund 500 Kilometer lang windet sich der Vildmarksvägen von Strömsund in Nordjämtland Richtung Norwesten, über das spektakuläre Fjällplateau "Stekenjokk" in den Süden Lapplands und von Vilhelmina schließlich wieder Richtung Süden zurück nach Strömsund.         

Als Reisezeitraum haben wir von Ende Mai bis Ende Juni geplant. Die Fährtickets sind gebucht und unruhig beobachten wir die Wettervorhersagen über die schwedische Wetter-App... Diese hat uns in den letzten Skandinavienurlauben gute Dienste erwiesen und ist recht zuverlässig.

Am Mittwoch, den 23. Mai ging es los. Von hessischen Hinterland starteten wir Richtung Norden, die Fähre der TT-Line bringt uns von Travemünde nach Trelleborg. Gebucht haben wir die Nachtfähre, so das wir morgens gegen 7 Uhr - ausgeschlafen - schwedischen Boden betreten.

Unser erster Stop liegt auf der Insel Öland. Hier beziehen wir einen Stellplatz in Köpingsvic, im Norden der Insel. Mit Radtouren nach Borholm, Schloss und das Hinterland stimmen wir uns auf den Urlaub ein. Das Wetter spielt mit: 28°C sind uns schon fast zu viel...

Wir fahren nach Stockholm, eine der schönsten Städte Europas. Die "alten" freien Plätze sind durch Höhenbegrenzungen nicht nutzbar, die offiziellen Plätze voll. Und es regnet, soll auch noch zwei Tage so bleiben. Wir beschießen weiter nach Norden zu fahren, unsere schwedische Wetter APP verspricht Besserung. In einer Baustelle wird der Vogel flügellahm, ein Pflasterstein hat sich in der Zwillingsbereifung verfangen. Keine lustige Aktion! Da sich dieses noch mehrmals wiederholte auf den vielen 100km Schotterpiste im Norden arbeiten wir z.Z. an einer Lösung....

Wir besichtigten Museen (-sdörfer) wie Stensjö by, ein verlassenes Dorf, auf dessen Parkplatz man auch für größere Mobile einen gemütlichen Platz findet, oder Uppsala Gamla, dem alten Ortskern der gleichnamigen Stadt. Auch dort finden wir ein nettes Plätzchen unweit der Königsgräber.

Es folgten einige Wasserfälle, Döda Fallet, Ristafallet und unzählige Stromschnellen. Auch geschichtliche Ereignisse und deren Spuren waren für uns von Intersse, wie die Armfeldts Karoliner, die im Fjell um ihr Leben kämpften. Unweit dieses traurigen Platzes liegt der Tännforsen, einer der mächtigsten Fälle in Schweden. Hier lernen wir PhoeniX-Eigner kennen: Thorsten und Conny. Nach einem kurzen, gemeinsamen Kaffee trennen sich unsere Wege wieder. Das Schicksal hatte andere Pläne....

Wir fuhren Richtung Trondheim. Plan war dann die Atlantikküste Richtung Lofoten  zu fahren und dann sozusagen "von hinten" den Vildmarksvägen an zu gehen, denn das Stekenjokk sollte nach Auskunft des HP noch bis zum 02.06. gesperrt sein. Nachdem wir in Trondheim keine Übernachtungsmöglichkeit fanden zogen wir auf dem Platz in Flakk unter. Leider spielte das Wetter nicht mit und so brachten wir einen gemütlichen Abend am PhoeniX.

Abends wurden wir von unserer Reisebekanntschafft darüber informiert das ihr Phoenix flügellahm war und sie in Östersund festsitzen und dieses wohl noch einige Tage. Kurzentschlossen sagten wir ihnen moralische Unterstützung zu, und fuhren am nächsten Morgen zurück. Die erste Diagnose "Getriebeschaden"  erwies sich zum Glück als falsch, dennoch saßen wir eine Zeit fest.

Zwischenzeit war auch das Stekenjokk offen und wir umrundeten den Wildmarksvägen gemeinsam. Von Strömsund aus, nach Vilhelmina. Unvergessliche Eindrücke bleiben. Wir beschlossen diese Tour nochmal zu einer wärmeren Jahreszeit zu machen. Besonders zu erwähnen sind hier die Hällingsafallet (Wasserfall) und die Bjuralven (Landschaft). Auch Höhlenbesichtigungen und Bibersafari´s könnten gemacht werden, viel zu viele Aktivitäten für nur einen Urlaub...

Jokkmokk war erreicht. Nun war es an der Zeit getrennte Wege zu gehen, wir fuhren Richtung Kvikkjokk und wollen uns die großen Naturreservate ansehen. Unser Reisemobil erwies sich als nur bedingt tauglich für Abstecher in diese fantastische Landschaft, wohl ein Grund warum wir jenseits dieses Punktes nur noch 4x4 Fahrzeuge antrafen....

....wird fortgesetzt